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MKG-Chirurg Wuppertal-Barmen, Schwelm, Dr. Dr. Heuser

Zahnerhaltende Chirurgie

Um stark geschädigte Zähne erhalten zu können, gibt es je nach Befund mehrere Behandlungsmöglichkeiten.

Laut aktueller Mundgesundheitsstudie ist der häufigste Grund für Zahnverlust bei Erwachsenen nicht Karies, sondern Erkrankungen des Zahnhalteapparates (= Parodont).

Zu den Erkrankungen gehören zum Beispiel...

  • die Zahnfleischentzündung (Gingivitis),
  • der Zahnfleischrezession (früher fälschlicherweise „Parodontose“ genannt),
  • die Parodontitis, häufig die Folge einer lange unbehandelten Zahnfleischentzündung.

Parodontitis ist nicht reversibel

Parodontitis ist häufig die Folge einer lange unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Wir können sie nur aufhalten, nicht heilen. Unter Umständen ist es notwendig, Ihren Kieferknochen mit eigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial wieder aufzubauen, wenn er durch die Parodontitis bereits stark zurückgegangen ist.

Ihre eigene gründliche Mundhygiene spielt für einen positiven Verlauf eine große Rolle. Empfehlenswert sind engmaschige Recall-Termine für eine systematische Parodontalbehandlung, die Sie mit Ihrem behandelnden Zahnarzt absprechen werden.

Unter Umständen geht Ihr Zahnfleisch durch eine Parodontitis oder ohne eine Entzündung zurück. Eine falsche Zahnputztechnik kann dafür zum Beispiel der Auslöser sein. Insbesondere im Frontzahnbereich empfinden viele „lange Zahnhälse“ unangenehm und ästhetisch unschön. Zusätzlich kann es passieren, dass Ihre Zähne sensibel auf Kälte- und Hitzereize reagieren, weil die Zahnhälse freiliegen.

Die Behandlung

Ist Ihr Zahnfleisch stark zurückgegangen, können wir eine Zahnfleischtransplantation durchführen. Sie verdeckt freiliegende Zahnhälse, sieht ästhetisch schön aus und schützt Ihre Zähne vor Hitze- und Kältereizen.

Wie eine Zahnfleischtransplantation verläuft

Wir entnehmen beispielsweise Bindegewebe oder Schleimhaut aus Ihrem Gaumen und platzieren es an den entsprechenden Stellen des Zahnfleisches. Mit einem speziellen Verband schützen wir sie während der Heilungsphase.

Nach der Einheilphase ist das verpflanzte Gewebe in der Regel sehr gut mit dem eigentlichen Zahnfleisch zusammengewachsen. Sie können wieder unbeschwert lächeln – und für die tägliche Mundhygiene oder gegen Kälte-, Hitzereize ist Ihr „neues“ Zahnfleisch geschützt.

Wichtig: Ihre eigene Mithilfe

Weil Zahnfleischrückgang genauso wie Parodontitis nicht heilbar ist, sondern nur aufgehalten werden kann, ist Ihre eigene Zahn- und Mundpflege sehr wichtig. Ihr behandelnder Zahnarzt wird Ihnen praktische Tipps geben, wie Sie Ihre häusliche Mundhygiene weiter verbessern können und sie auf den Zahnfleischrückgang ausrichten können.

Eine Wurzelspitzenresektion ist die letzte Maßnahme, um einen Zahn zu erhalten.

Gründe für die Behandlung können sein: Eine oder mehrere vorausgegangene Wurzelkanalbehandlungen haben zuvor nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Oder stark gekrümmte Zahnwurzeln machen eine Wurzelkanalbehandlung nicht möglich.

Wie verläuft die Wurzelspitzenresektion?

Das Ziel der Wurzelspitzenresektion ist es, das kleine Endstück der Wurzel, das heißt rund 3 Millimeter, zu entfernen und das entzündete Gewebe, so auch entstandene Zysten, um die Stelle ebenfalls abzutragen.

Der Eingriff unter örtlicher Betäubung

Wir nehmen eine örtliche Betäubung vor. Anschließend können Sie ganz normal den Heimweg antreten. Ihr Zahn wird zum Abschluss von Ihrem behandelnden Zahnarzt mit neuem, passgenauem Zahnersatz versorgt.

Eine Hemisektion bezeichnet eine Behandlungsmethode, um eine oder mehrere Wurzeln komplett zu entfernen. Sie findet selten statt. Durchgeführt wird sie nur bei Backenzähnen, weil sie mehrere Wurzeln haben, und eine bzw. zwei Wurzeln den Zahn noch fest im Kiefer verankern können. Hier gilt: Im Unterkiefer finden Backenzähne mit einer Wurzel ausreichenden Halt, im Oberkiefer mit zweien.

Wann wird zur Hemisektion geraten?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Hemisektion:

  • Eine vorherige Wurzelkanalbehandlung hat nicht den gewünschten Erfolg gezeigt: Die Entzündung ist nicht vollständig ausgeheilt.
  • Der stark geschädigte Zahn – zum Beispiel durch eine tiefe Wurzelkaries oder eine Parodontitis nur an einer Zahnwurzel – ist für die Befestigung zum Beispiel einer Brücke oder anderen prothetischen Möglichkeit als „Anker“ oder „Pfeiler“ vorgesehen und sollte deshalb erhalten bleiben.
  • Eine Zahnlücke soll vermieden werden und der natürliche Zahn erhalten bleiben, wenn zum Beispiel nach einem Unfall der Zahn geschädigt ist.

Wie funktioniert’s?

Die Wurzel wird so weit oben wie möglich abgetrennt. Das bedeutet, die einzelnen Wurzeln an der Teilungsstelle der Wurzeln werden nah unter der natürlichen Zahnkrone entfernt. Dazu wird ein Zugang zu den Wurzelkanälen geschaffen. Die verbleibende Zahnwurzel wird mit einem speziellen Werkstoff dicht verschlossen. Anschließend kann die vorgesehene Behandlung, beispielsweise die Versorgung mit einem geeigneten Zahnersatz, fortgeführt werden.

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